Mahnwache

Söder verurteilt bei Mahnwache rechtsextreme Gewalt

Nürnberg (dpa/lby) - Mit einer Mahnwache haben CSU und Junge Union am Samstag in Nürnberg der Opfer der Neonazi-Mordserie gedacht. Finanzminister Markus Söder (CSU) zeigte seine Trauer und Betroffenheit angesichts der rechtsextremen Gewalt. Er versicherte, die CSU werde dafür sorgen, dass «alle rechtsstaatlichen Mittel und Möglichkeiten zur Bekämpfung des Rechtsradikalismus ausgeschöpft» werden. Laut Mitteilung sprach sich Söder wie schon Ministerpräsident Horst Seehofer und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) für ein Verbot der NPD aus. Die Partei biete den Nährboden für derartige Taten.


Etwa 40 Menschen, darunter auch Vertreter der muslimischen und der jüdischen Gemeinde, hatten sich versammelt, gebetet und an einem der Tatorte einen Kranz niedergelegt, wie der JU-Bezirksvorsitzende Stephan Beer sagte. Der Polizei zufolge verlief die Veranstaltung friedlich. Drei der Neonazi-Morde ereigneten sich in Nürnberg, zwei weitere in München. Für den nächsten Freitag hat das Bündnis Nazistopp zu einer weiteren Mahnwache in Nürnberg aufgerufen.