Regenerative Energie: Besichtigung des Brombachseedammes
11. April 2012
Auf Grund der aktuellen Debatte des Atomausstiegs und der regenerativen Stromgewinnung besuchte die JU Nürnberg-Ost am Tag der offenen Tür den Staudamm des Brombachsees.
Das vom Freistaat Bayern gebaute Fränkische Seenland feierte 2011 sein 25-jährliches Bestehen. Laut Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes sind entsprechend ihrer wasserwirtschaftlichen Aufgabe der Rothsee sowie der Große Brombachsee Talsperren, aus denen in Trockenzeiten Wasser in die nordbayerischen Flüsse abgegeben wird. Der Gedanke war nahe liegend, dabei die Kraft des Wassers auch zur Stromerzeugung zu nutzen. Deshalb wurden die Auslässe beider Seen mit Turbinen und Generatoren ausgestattet.
Am Brombachsee laufen bis zu jeweils 1,2 m³/s Wasser durch zwei gleich-große Turbinen mit einer Leistung von je 315 Kilowatt. Das mit 3.000 Kilowatt größte Kraftwerk der Überleitung nutzt die Fallhöhe von immerhin 24,5 Metern an der Schleuse Hilpoltstein des Main – Donau – Kanals (MDK). Es erzeugt Strom, wenn der Rothsee über den MDK mit Wasser aus Altmühl oder Donau gespeist wird.
Im Durchschnitt werden mit den drei Wasserkraftwerken jährlich rund 10 Millio-nen Kilowattstunden Strom erzeugt. Damit können immerhin etwa 2.500 Einfami-lienhäuser mit elektrischem Strom versorgt werden.


