29.07.2010, 18:32 Uhr
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Lehrer stärker in die Pflicht nehmen
Der Bezirksverband der Schüler Union (SU) Nürnberg, Fürth, Schwabach, versteht sich als Interessenvertretung aller Schüler im christlich-demokratischen Sinn. Zur Zeugnisvergabe in den nächsten Tagen, teilt der Vorsitzende der Schüler Union, Adrian Derr, mit:

"In den nächsten Tagen erhalten wir Schüler Halbjahreszeugnisse. Die Noten sind dabei jedoch oftmals undurchsichtig. Die Schüler Union verlangt daher eine stärkere Kontrolle der Lehrer bei der Zensurvergabe. Noten dürfen nicht länger pauschal vergeben werden, sondern das Notensystem muss endlich stärker als Differenzierungsmaßnahme genutzt werden. Unser Bildungssystem beruht auf Leistung. Schüler müssen stärker gefordert werden und benötigen daher eine Begründung, warum welche Note vergeben wird.

Viele Lehrer haben bis heute nicht erkannt, dass Noten Chancen bedeuten. Sie können die private wie berufliche Zukunft ihrer Schüler erheblich beeinflussen. Dieser Verantwortung sind sich manche Lehrer nicht bewusst. Anstatt vor allem über eine hohe Arbeitsbelastung zu klagen, müssen die Lehrer zu einem individuellen Umgang mit ihren Schülern gelangen. Lehrer müssen dabei auch zu sozialen Ansprechpartnern für Kinder und Jugendliche werden.

Geben Lehrer schlechte Noten, interessiert dies wenig. Bewerten Schüler ihre Lehrer in Internetportalen wie Spickmich, wird dies gleich als Skandal betrachtet. Auch Lehrer müssen sich der Meinung ihrer Schüler stellen und den Unterricht qualitativ anspruchsvoll gestalten. Von trockenem, altmodischem Unterricht kann jeder Schüler berichten – dies ist nämlich leider häufig der Normalfall. Die Schulen dürfen nicht an den Methoden der Vergangenheit festhalten, sondern müssen modernen Unterricht anbieten, der auf die Gestaltung mit Computern, DVD-Spielen und dem Internet setzt. Lehrer müssen mit der Zeit gehen."