29.07.2010, 18:40 Uhr
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Wird Aiwanger Bayerns Ypsilanti?
Der Bezirksverband Nürnberg – Fürth – Schwabach der Jungen Union kritisiert die Annäherung der Freien Wähler an die SPD-Bundespräsidentenkandidatin Gesine Schwan und bittet in diesem Zusammenhang um eine Stellungnahme der örtlichen Landtagsabgeordneten der Freien Wähler.

In einem Brief an die FW-Abgeordneten Dr. Pauli und Dr. Bauer bittet JU-Bezirksvorsitzender Thorsten Fiedel die Freien Wähler um ihre Meinung und die Haltung der örtlichen FW-Vertreter zum angekündigten Kurswechsel der Landtagsfraktion der Freien Wähler bei der Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai 2009. Die Freien Wähler hätten im zurückliegenden Landtags-wahlkampf immer wieder ihre Unterstützung für eine Wiederwahl von Bundespräsident Horst Köhler bekundet, so noch in der Sendung Berlin Direkt eine Woche vor der Wahl durch ihren Landesvorsitzenden Aiwanger höchstpersönlich.

Nun aber wollen die Freien Wähler auch mit der SPD-Kandidatin Gesine Schwan Gespräche führen und auch den beliebten Bundespräsidenten, der sich in den vergangenen Jahren durch eine hervorragende Amtsführung auszeichnete, zum Rapport bitten.

Nach Auffassung der Jungen Union ist dieses Vorhaben fehl am Platz. „Es geht um die Wahl des Bundespräsidenten und nicht um Deutschlands nächsten Superstar“, so ergänzend der Vorsitzende der Jungen Union Fürth-Land, Marco Kistner.

In diesem Zusammenhang sei man seitens der Jungen Union an der Meinung der örtlichen Freien Wähler interessiert, weswegen man den örtlichen Abgeordneten einen Brief geschrieben habe: „Wir bitten hier um eine Stellungnahme, ob wertkonservative Wähler damit getäuscht wurden.“ Fiedel und Kistner bekräftigen dabei: „Wenn der Landesvorsitzende Aiwanger im Verbund mit der Linkspartei tatsächlich Gesine Schwan unterstützen will, dann wird er zur Ypsilanti Bayerns.“