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JU Nürnberg/Fürth/Schwabach setzt inhaltliche Akzente
Bei der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Gersthofen am 11/12. Oktober wurde der Antrag des Bezirksverbandes der Jungen Union Nürnberg/Fürth/Schwabach zum Thema Abgeltungssteuer mit überwältigender Mehrheit angenommen.
Der Wortlaut des Antrages: „Die JU setzt sich im Rahmen der Abgeltungsteuer für die Beibehaltung bzw. die Einführung. einer Spekulationsfrist bei langfristigen Anlagen in Aktien, Aktienfonds und Zertifikaten ein.“
Hintergrund:
Im Rahmen der Abgeltungsteuer sollen Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden) und Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften künftig mit einem Steuertarif von 25 Prozent zzgl. Kirchensteuer besteuert werden. Derzeit sind Steuern bei privaten Veräußerungsgeschäften, früher auch Spekulationsgewinne genannt, beim Verkauf von Aktien nur zu entrichten, wenn die Spekulationsfrist von einem Jahr unterschritten wird. Ist der Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf länger als ein Jahr, sind die Gewinne steuerfrei. Künftig soll die Spekulationsfrist entfallen und somit auch Gewinne von langjährigen Aktieninvestments besteuert werden.
Gerade in diesem Punkt ist aus Sicht der jüngeren Generation dringender Nachbesserungsbedarf am Referentenentwurf vorhanden: Zunehmend wurden bislang Aktien und Aktienfonds zur Altervorsorge empfohlen und eingesetzt. Wenn zum Beispiel im Jahr 2009 ein 30jähriger für seine Altersversorgung Aktien erwirbt, müsste er die gesamten Gewinne bei einem Verkauf im Jahr 2039 versteuern. Die Rendite dieser Vorsorgeform würde nachhaltig geschmälert.
„Gewinne aus langjährigen Investments in Aktien, Aktienfonds oder Zertifikaten müssen, ebenso wie beispielsweise Immobilien, weiterhin steuerfrei bleiben. Dies könnte durch eine beispielsweise 10jährige Spekulationsfrist geschehen.“ so der Bezirksschatzmeister und Initiator Daniel Pohl.
Bezirksvorsitzender Thorsten Fiedel freute sich, dass auch in der momentan politischen Situation inhaltliche Arbeit stattfindet: „Es freut mich besonders, dass der Bezirksverband der JU Nürnberg/Fürth/Schwabach inhaltliche Akzente setzen konnte.“
ENDE
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