29.07.2010, 18:34 Uhr
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Sterben "fei" und "bassd scho" aus?
Marcus König fordert mehr Fränkisch an Nürnberger Schulen

Der neu gewählte Stadtrat Marcus König setzt sich für eine kommunale Förderung des fränkischen Dialekts an den Nürnberger Schulen ein. "Wir brauchen einen Angebot auf freiwilliger Basis, das unsere Schüler so wie andere Neigungsgruppen nutzen können", so König am Vortag des Welttags der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung der UNESCO am 21. Mai. Das Schulreferat soll nach dem Willen des Stadtrats eine Modellschule dafür in Nürnberg suchen.

König weiter: "Der fränkische Dialekt gehört zu Nürnberg wie Dürer und die Rostbratwurst. Aber er ist in Gefahr, da er im Alltag mehr und mehr verloren geht. Die Jüngeren sprechen nur noch Hochdeutsch oder ihre ganz eigene Jugendsprache. Die Mundart der Älteren verstehen sie im besten Falle noch, könne sie aber meist nicht mehr aktiv sprechen. Gleichzeitig werden Dialekte auf der Bühne und im Fernsehen wieder populär, wie 'Erwin Pelzig' oder Urban Priol beweisen. Auch viele regionale Musik- oder Comedygruppen singen und spielen auf Fränkisch und haben eine riesige Resonanz damit. Das beweist: Dialekt ist nichts von gestern oder nur für Senioren. In Oberbayern wird das Angebot schon länger an verschiedenen Schulen angeboten. Wir Nürnberger sollten uns genauso für unsere Sprache einsetzen, und das fängt in der Schule an. Dialekt ist ein wesentlicher Bestandteil unserer kulturellen Substanz und muss auch eine Zukunft haben!"